IMSI Oslo

POLIZEI OSLO BETREIBT SEIT JAHREN ILLEGAL IMSI-CATCHER

Technology

Vor einigen Jahren haben FBI und die Polizeien der Länder damit begonnen unsere Telefonate abzuhören, unsere Textnachrichten zu lesen, unsere Standorte zu bestimmen und Bewegungsprofile zu erstellen. Das ist mit sogenannten IMSI-Catchern möglich. Ein Beispiel für so eine gefakte Mobilfunk-Basisstation (Funk-Tower) ist der in den USA hergestellte Stingray. Stingrays sind kleine Mobilgeräte die sich als Funk-Tower ausgeben und diese perfekt simulieren. Durch zum Teil stärkere Sendeleistungen zwingen diese Fake-Tower Handys, die sich in der Nähe befinden, sich mit ihnen zu verbinden. (Die gleiche Technologie wird auch eingesetzt um in WLANs einzubrechen, man wundert sich kurz über eine erneute Passworteingabe-Aufforderung und schon sind sie drin.) Sie können eure Handys identifizieren, Gespräche mitschneiden, SMS-Nachrichten abgreifen, Anrufprotokolle erfassen, und Bewegungsprofile erstellen. IMSI steht für International Mobile Subscriber Identity. Damit kann euer Telefon eindeutig identifiziert werden.

IMSI-Catcher, klein und mobil

Derzeit geht man davon aus, das mindestens 53 Agencies in 21 Ländern Stingrays besitzen. Strafverfolgungsbehörden, Private Ermittlungsagenturen und kriminelle Verbrecherorganisationen verwenden Stingrays und andere Cell-Site-Simulatoren für Überwachungszwecke, meist ohne dass ihr es überhaupt bemerkt. Dabei müßt ihr euch jetzt nicht mal eine Funkmast-Sendeanlage vorstellen, wie ihr sie aus eurer Nachbarschaft kennt. Oft handelt es sich bei diesen Cell-Spy-Devices um kleine, transportable Geräte, die in der Hand gehalten werden können, oder sie sind in Fahrzeugen, Flugzeugen, Hubschraubern und Drohnen montiert.

Anwesenheit von Singrays in Oslo war bekannt

Schon seit einigen Jahren fiel auf, das es diese IMSI-Catcher in Oslo gab. Doch niemand schien sich so recht dafür zu interessieren. Schliefen die Behörden in einer Weltstadt wie Oslo? Das war selbst bei den Norwegern mit ihrer eigentümlichen Art, man sagt Norweger währen so hohl, das die Sonne durch sie hindurch scheinen kann, kaum vorstellbar. Viel wahrscheinlicher war es, das die norwegischen Stingrays selbst betrieben. aber war das auch legal? In manchen Ländern ist legal, was der herrschenden Kaste nützt. Sollte das auch für Norwegen gelten?

Und tatsächlich: Die norwegische Polizei führte in Oslo über Jahre sogenannte “Überwachungsübungen” durch. Die so gewonnenen Daten wurden über Jahre gesetzwidrig gespeichert.

Mobile Daten werden ohne gesetzliche Grundlage gespeichert, nachdem die Polizei IMSI-Catcher für die Überwachung von Oslo eingerichtet hat. Die Polizei in Oslo habe bei Übungen und Trainings mobile Daten von zufälligen, mobilen Nutzern mit falschen Basisstationen gespeichert, schreibt Aftenposten. Durch Erhöhen der Signalstärke werden Mobiltelefone in der Nähe dazu gebracht, eine Verbindung zur gefälschten Basisstation herzustellen. Die gewonnenen Daten werden dann gespeichert. Dem norwegischen Gesetzen nach darf eine solche Überwachung nur dann stattfinden, wenn die Polizei Grund zu dem Verdacht hat, dass eine schwere Straftat begangen werden soll, oder begangen worden ist.

Laut dem norwegischem Kontrollausschuss für Kommunikationsüberwachung, der den Auftrag hat im Namen der Regierung zu überprüfen, ob die Polizei  gesetzlich handelt, ist die Speicherung illegal. Auch die norwegische Polizei meldete sich zu Wort: Der Eingriff ist für den einzelnen Bürger so unbedeutend, dass es nicht vernünftig ist, von einem Missbrauchsrisiko zu reden, antwortete die Polizei in einem Brief. Die Polizei war der Meinung, dass dies nicht als Kommunikationskontrolle anzusehen sei, schrieb der Politiker Bjørn Vandvik in einer E-Mail an Aftenposten. Der Kontroll-Ausschuss ist jedoch der Ansicht, dass das Datenspeichern einen nicht unerheblichen Eingriff in die persönliche Integrität darstellt. Es gäbe also zumindest Anlass, die Polizei zu kritisieren. Weder die Polizei noch der Kontrollausschuss können sich dazu äußern, über wie viele Personen bisher Informationen gespeichert worden sind.

Bild: Pixabay-Lizenz, vardansevan, thx!

 

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